Intuitive Geigenwahrnehmung und Geigen-Technik

Die Geheimnisse des Geigens liegen in der Urtechnik des Geigens,
welches sich über Bach, Mozart, Vivaldi und Tartini (Locatelli) vorbereitet hat,
durch Paganini geboren, und u. A. von J. Joachim, Sarasate, Wilhelmj, Klingler,
und Thibout entfaltet wurde. * Dabei spielen Darmsaiten und die freischwebende
Geigenhaltung eine entscheidende Rolle, denn der Sinn
des Geigens erschließt sich nicht nur in Tonschönheit, richtiger Intonation und virtuoser
Geschmeidigkeit, (diese können auch anders erreicht werden) sodern durch die intuitive
Beziehung zum Wesen der Geige. Diese kommt einer Beziehung zu/m Überirdischen gleich,
denn durch das hermaphrodite Schmetterlingswesen der Geige erwächst der GeigerIn
die Beziehung zu Sphären, die zukünftige Stufen des Seins erahnen lassen!
Die Wege des Erarbeitens von Werken im Sinne des Ur-Geigens, sind von allgemein menschlicher
Bedeutung, weit über den Zweck des Geigens hinaus!
So wird die Geige zur Begleiterin und Führerin sowie Richtungsweiserin auf dem Weg,
dem Unvergänglichen zu begegnen. Durch die tiefe Verbindung zur Geige erschließt sich
der "innere Kern" der " verborgene Klang" hinter den Erscheinungsformen.
* Der Strom des Ur-Geigens wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht
unmittelbar fortgesetzt sondern in die "historische" (die sich auf die Vor-Romantische Zeit
spezialisiert) und in die "moderne" Richtung differenziert, die beide,
in unterschiedlicher Hinsicht, Teilbereiche//Teilaspekte des Ur-Geigens ausser Acht lassen,
denn letzteres wird sich durch bewußtes Anknüpfen an die Blütezeit des Geigens der Paganini-Joachim
bis Klingler - Thibout-Epoche, in Zukunft weiter entfalten. Auf diesem Weg besteht allerdings
inzwischen die Lücke der Erfahrungswerte eines halben Jahrhunderts, die durch neue
Bewußtseins/Schritte zu schließen, noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird!

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