Den Ur-Atem der Musik ins Leben tragen

SPAICHINGEN – Gränzbote, 6 Jun 2017 - Zwei große Künstler, Bettina Rustenmeyer
und Magnus Schlichtig, haben am Pfingstsonntag ein einzigartiges Violinenkonzert
in der Wallfahrtskirche auf dem Dreifaltigkeitsberg gegeben. Als ob sich,
wie am ersten Pfingsttag, der Himmel öffnete, ging das Spiel des Violin-Duos
zum Teil unter die Haut. „So können nur Engel musizieren“, strahlte eine Besucherin.
Die Meister des Könnens boten neben Eigenkompositionen von Magnus Schlichtig Werke
von J. M. Leclair, Nicolo Paganini, Johann Sebastian Bach und Franz Schubert unter
dem vorrangigen Gesichtspunkt der Harmonisierung des menschlichen Empfindens.
Ausdrucksstark und konzentriert spielten die beiden Geiger stets mit viel innerer
Beteiligung und gaben sich selbst ganz ihrer Musik hin...
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I Virtuosi Animati mit Axel Burkart im Axelmannstein, Bad Reichenhall, 23. 9. 2017
I Virtuosi Animati und Axel Burkart
PNP Bad Reichenhall. Viele Menschen haben im Hotel Axelmannstein die Eröffnung des neuen Lehrinstituts
"Treffpunkt Mensch" gefeiert. Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner sprach ein anerkennendes Grußwort.
Das Geigenduo "I Virtuosi Animati" sorgte für eine berührende Atmosphäre... weiter lesen
Bericht aus Heidenheim; 12. 3. 2017




Gränzbote Tuttlingen . . . online lesen . . .

Ole Bull, wer kennt ihn schon?

Die 4. Geistliche Abendmusik in der Fastenzeit war völlig ungewohnt.
Das Violinduo „I Virtuosi Animati“ gestaltete in der St. Gallus-Kirche
ein ganzes Konzert mit Werken aus Barock bis zur Neuzeit. ...
Kann man die ganze Ouvertüre zu Pfitzners Oper „Palestrina“ mit
zwei Violinen darstellen? Die Beiden konnten es mit vielen Doppelgriffen
und schöner Melodik ausbreiten. Fängt Max Reger musikalisch an zu reden,
so hört er nicht so schnell auf, viele Wendungen der Motivik fielen ihm bei
Canon und Fuge ein.
Eine eigene Komposition fügte Magnus Schlichtig ins Programm ein:
„Frühlingswehen“, und dazu musste er einige Worte sagen: Fröhliche Lichtblicke
seien es, der Ernst der Fastenzeit käme erst wieder danach. Erst akkordisches Spiel,
dann freudige Melodik der 2. Violine. weiterhin dynamisch, kontrastreich, hübsche Einwürfe
der Partnerin, einfach eine schwärmerische Klangwelt....
Interessant das Lied „Allein“ des Bielefelder Komponisten Raimund Schwedeler (1925-2011)
voll neuer Klänge. Dann der Norweger Ole Bull (1810-1880), wer kennt ihn schon? Die Klangfülle
der dichten Mehrstimmigkeit in „I ensomme Stunde“ füllte den Kirchenraum....
In Niccolo Paganinis Sonate e-Moll spielte Magnus Schlichtig die Elegie ganz aus dem Herzen,
wozu Bettina Rustemeyer die eigentliche Klavierstimme mit vielen Doppelgriffen unterlegte.
Im spritzigen Allegro füllte Magnus Schlichtig das ganze Griffbrett bis zur höchsten Höhe mit
blitzenden Tönen... Den Schluss des Programmes, „Solveighs Lied von Grieg, interpretierten die Beiden
mit doppelter Melancholie und ließen den Schluss ins Nichts verklingen.
Siegfried Burger, Tuttlingen, 03.04.17

Schwarzwälder Bote: (9/2014)
„Die beiden Violinisten des Concert-Duos "I Virtuosi Animati" sind seit einiger Zeit dabei,
ihre musikalische Botschaft bei ihren ungewöhnlichen Konzerten unter die Menschen zu bringen.
In diesem stimmungsvollen Ambiente zeigten sie überzeugend auf, dass es möglich,
ist Musik zu genießen und dabei zugleich heilende Kräfte zu wecken.
…Das Freiburger Duo Bettina Rustemeyer und Magnus Schlichtig bot Musik aus verschiedenen Epochen unter
dem vorrangigen Gesichtspunkt der Harmonisierung des menschlichen Empfindens.
Viele der dargebotenen Stücke gingen dabei buchstäblich unter die Haut.
Konzentriert und ausdrucksstark spielten die beiden Künstler stets mit viel innerer Beteiligung.
Meisterhaft verstanden es die professionellen Musiker, durch gekonntes ausdrucksstarkes Spiel
der dargebotenen Werke und der entsprechenden sensiblen Interpretation eine große Wirkung zu erzielen.
Bettina Bausch


Heuberger Bote: Berg-Konzert
26.05.2015

Geigenduo erfüllt Kirche mit quirligen Klängen

Magnus Schlichtig und Bettina Rustemeyer geben Konzert auf dem Dreifaltigkeitsberg

Das Geigenduo „I Virtuosi Animati“ aus Freiburg hat am Sonntag in der Dreifaltigkeitsbergkirche gastiert.
Neben Eigenkompositionen von Magnus Schlichtig standen Werke aus dem Mittelalter sowie aus dem 18. und 19.
Jahrhundert auf dem Programm

„Komponieren ist wie ein Pfingstereignis“, sagte Magnus Schlichtig und fügte hinzu:
„Der Dreiklang spielt auch in der Musik eine große Rolle“. Gemeinsam mit seiner Duopartnerin Bettina Rustemeyer
demonstrierte Schlichtig dies und forderte die Zuhörer auf, mit zu summen.

Mit seiner Komposition „Frühlingswehen“ eröffnete das Duo das Konzert: Aparte Echoeffekte
und ein Vibrato, das die sanfte Luftbewegung imitierte. Aus der großen Anzahl an Violinsonaten
von Jean-Marie Leclair, dem Hofmusiker von Bourbonenkönig Louis XV, hatte Schlichtig die in D-Dur
ausgewählt. Quirlig perlten die Töne des Allegro, bittersüß,
ja schmerzlich das Largo. Im Schlusssatz, Allegro ma non troppo, schienen die beiden
Geigen eine angeregte Diskussion zu führen, um sich zuletzt auf einen gemeinsamen Ton zu einigen.
Ursprünglich für das Cembalo komponiert, wirkte Johann Sebastian Bachs „Erfindung“ 781 G-Dur auch
im Geigensatz sehr ansprechend. Das zweistimmige Stück mit der an eine pastorale
Szene erinnernden Harmonik ist Teil von Bachs Werksammlung aus dem Jahr 1720.
Mit dem der Gottesmutter gewidmeten gregorianischen Choral erbot das Duo der Madonna
im Altar der Kirche die Ehre. Sehr emotional wirkte der „Abschied von der Alhambra“:
Jesús de Monasterio hatte das faszinierende Stück für Violine und Piano verfasst, im Stil
des „Alhambrismus“, der auf ganz spezielle Weise den Romantizismus mit maurischen Einflüssen
verwob. Rustemeyer spielte die Melodie, wobei sie ihr Instrument manchmal tief wie ein Cello
klingen ließ und ihm dann wieder Sphärenklänge entlockte. Schlichtig übernahm die Untermalung,
zeitweise im Pizzicato. Schlichtigs Eigenkompositionen „Vater Unser“ und „Les Ailes du Coeur“
rundeten das einstündige Konzert ab.
Für den kräftigen Beifall dankte das Duo mit einem Werk von Pablo Casals, das der 1971 vor der UNO zusammen mit
einem Friedensappell gespielt hatte.
Cornelia Addicks